Ballonvirus
... eine nicht ganz ernst gemeinte Betrachtung der Ballonszene, aus der Sicht eines Ballonfahrers, der den Ballonvirus seit vielen Jahren mit sich herum trägt.
Ballonfahrer sind ein eigenartiges Volk. Sie stehen mitten in der Nacht auf um bei Sonnenaufgang in der Luft zu sein, verschlafen danach den ganzen Tag um fit zu sein für die abendliche Ballonfahrt und kommen frühestens um Mitternacht ins Bett. Sie berechnen die maximale Tragkraft ihrer Ballone, ärgern sich dabei über das eigene Übergewicht und sitzen trotzdem 3 Stunden später wieder bei einem deftigen Nachtessen. Sie besitzen mindestens 5 verschieden Jacken für alle Jahreszeiten und mit verschiedenen Stickereien, tragen aber immer dieselben ausgetragenen Klamotten, weil die halt so praktisch und bequem sind.
Das muss aber so sein, denn Ballonfahrer leiden an einer heimtückischen Krankheit. Sie alle tragen den Ballonvirus in sich. Gefährlich ist der Ballonvirus zum Glück nicht, ansteckend aber schon. Darum an dieser Stelle einige Symptome, welche sehr häufig auftreten.
Der Ballonvirus kann dazu führen, dass...
...man erst mittags frühstückt, obwohl man bereits seit 4 Uhr früh auf den Beinen ist.
...man am Sonntag um 5 Uhr auf einer Startwiese stehen, aber während der Woche nie rechtzeitig zur Arbeit kommen kann.
...man ohne schlechtes Gewissen seine Freunde morgens um 6 Uhr oder um Mitternacht anruft.
...man versucht, morgens um 4 Uhr eine Flasche Champagner zu kaufen.
...man durchaus ohne Familie, aber niemals ohne Ballon in die Ferien fahren kann.
...man an keiner Wiese vorbei fahren kann, ohne gleich an einen Startplatz zu denken.
...man mindestens ein halbes Dutzend linker Arbeitshandschuhe besitzt, welche kein Gegenüber mehr haben.
...man davon überzeugt ist, dass der Wind bald nachlassen wird, obwohl es im Moment gerade kleine Kinder durch die Luft wirbelt.
...man ein paar Kilo zuviel wiegt, sich aber nur Sorgen um das Startgewicht macht.
...man auf der Strasse in jedem Autoanhänger eine Ballonausrüstung vermutet und reflexartig den Kopf danach umdreht.
...man Leute cool findet, die in Kleider herum laufen die man eigentlich nur an der Fasnacht tragen sollte.
...man endlich den wahren Sinn des Begriffs Mittagsschlaf begreifen kann.
Was kann man dagegen tun?
Gegen den Ballonvirus ist bisher kein wirksames Medikament bekannt. Am besten, Sie buchen darum gleich Ihre Ballonfahrt und geniessen die "Krankheit". Falls die Symptome schon ausgeprägt zu erkennen sind, ist vielleicht auch die Ausbildung zum Ballonpiloten das richtige.
Infos dazu finden Sie in den Rubriken Ballonfahrten und Ballonschule.






